Malerin trifft Fotografen: Her mit dem schönen Leben

Her mit dem schönen Leben

Erstmals werden die Bilder der Malerin Anne Dohrenkamp und des Fotografen André Kowalski in einer gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Hotel Mond in Berlin zu sehen sein.

Die sehenswerte Schau heißt „AENO – Her mit dem schönen Leben“. Denn bei einem Fototermin mit Jürgen von der Lippe lernten sich André Kowalski und Anne Dohrenkamp, die Frau von der Lippes, kennen.

So gegensätzlich die in dieser Ausstellung gezeigten Werke der zwei Künstler auf den ersten Blick scheinen – im Austausch mit ihnen erleben die Betrachter*innen die künstlerischen Entwicklungen der beiden wie in einem Zeitraffer.

Anne Dohrenkamp
Anne Dohrenkamp

Anne Dohrenkamps Bilder zeigen die Etappen ihrer künstlerischen Entwicklung, die besonders in den letzten Jahren voll einsetzte. Die Pädagogin, die schon als junger Mensch immer mit Leidenschaft und Freude gemalt hatte, ließ sich inspirieren von Künstlern wie Georgios Kitsos oder Silke Thal.

In weniger als fünf Jahren entstanden in ihrem Atelier in Kladow zahlreiche Bilder und Zeichnungen, Skizzen und Studien.

Anne Dohrenkamp sagt: „Meine Bilder sind wie eigene Kinder. Ich gebe ihnen alle Freiheiten. Und wenn ein Bild fertig ist, kann ich es in die Welt hinausgehen lassen.“

Es sollen hunderte Werke sein. Detailreich ausgearbeitete Ölbilder in Schichttechnik, spontane Aquarelle, Collagen, karikaturhaft überzeichnete Tiermotive, blaulichtversunkene Landschaften und Traumwelten im Großformat – all dies zeigt die Vielseitigkeit.

Auch die Fotografien von André Kowalski bezeugen seinen eigenen Lebensweg. Geboren in Ostberlin, begann er schon früh, das Leben in der DDR mit der von den Eltern geschenkten Praktica festzuhalten.

André Kowalski
André Kowalski

Nach einer Ausbildung zum Fotografen und Kameramann ging er 1982 zum Ostberliner „Morgen“ und fotografierte, was um ihn herum geschah: Stadtansichten, Straßenszenen sowie Momentaufnahmen – und immer wieder Menschen.

Seine Schwarzweißaufnahmen vom Leben in der DDR hielten fest, was in seiner Tragweite damals noch niemand ahnen konnte – den Niedergang eines ganzen Staates. Im Jahr 1988 nutzte André Kowalski eine offizielle Reise nach Hamburg und blieb im Westen.

André Kowalski sagt: „Am meisten faszinierte mich der Alltag, das Grau, das Morbide. Ein Foto friert die Zeit ein.“

In der Hansestadt fotografierte er weiter: Studioproduktionen und Reportagen, Landschaften und Porträtaufnahmen von Prominenten. Heute lebt er als freier Fotograf wieder im Prenzlauer Berg, so wie schon damals vor mehr als 30 Jahren.

AENO – Her mit dem schönen Leben
Anne Dohrenkamp und André Kowalski

24. September bis 25. Oktober 2020
Galerie Hotel Mond | Bleibtreustr.17 | Berlin

© Fotos: André Kowalski (2), Klaudia Piaskowska, Unsplash (1)

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