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Tipps zum Energiesparen für Politiker vom PR Berater

Tipps zum Energiesparen für Politiker vom PR Berater
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Selten hatten wir wohl in Deutschland eine so durcheinander handelnde Bundesregierung.

Nachdem Bürger mit allerlei Spartipps für das Duschen, das Heizen und das Einschalten des Lichts gemaßregelt werden – und es seit gestern auch Gesetze dazu gibt – fahren unsere fast schon lächerlich wirkenden Köpfe der Comedy-Ampel-Koalition in 17 dicken Karossen beim Energiegipfel vor.

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Das Bild für die Öffentlichkeit: Sparen? Ihr – also Bürger – ja, gilt aber nicht für uns Politiker. Eine weitere Demonstration der Macht.

Ich muß meinen Pool seit heute kalt lassen – und führende Politiker können weiterhin schön auf dicke Hose machen, im Adlon sowie im Borchardt chillen und jedes Catering in vollen Zügen bei Flutlicht reinziehen.

Die Umfragewerte der meisten Politiker gehen verdientermaßen in den Keller und die Images sind ramponiert.

Deswegen hätte ich als PR Berater da ein paar echt gut gemeinte Energiespartipps für Scholz, Habeck, Lauterbach und Co., die das Image der Politiker aufpolieren würden – und die zeigen könnten, dass die größten Lachnummern der letzten Jahre es wirklich ernst mit dem meinen, was sie uns täglich nonstop über alle Kanäle erzählen.

Meldet euch bei Social Media ab

Ein Tweet bei Twitter hat durchschnittlich einen CO2-Ausstoß von 340,27 g.

Da eure geistigen Erkenntnisse in Sachen eigener Online PR leider sehr viel Beachtung finden, dürfte der tatsächliche CO2-Ausstoß weitaus höher liegen.

Energiespartipp: Ihr wollt Vorbilder sein? Meldet euch online überall ab.

Es spart Energie, ist gut für die Umwelt und es reicht, wenn ihr uns eure Gedanken über die herkömmlichen Medien mitteilt.

Lasst euch Elektroautos panzern

Ich weiß, es ist mega-cool, vom Chauffeur in einem gepanzerten Schlitten mit viel Hubraum und Verbrenner-Power unter der Haube rumgefahren zu werden.

Aber da alle Bürger zeitnah auf Elektroautos umsteigen sollen – und ihr das Thema für die Masse fördert und fordert – sollten eure Autos fairerweise auch elektrisch sein.

Energiespartipp: Ihr meint es ernst und ehrlich? Steigt auf Elektroautos um.

Es spart (angeblich) Energie, ist gut für die Umwelt und ihr fühlt euch down-to-earth, wenn Zeit relativ wird und ihr nach 50 Kilometern Reichweite mit den schweren Karren an einer überfüllten Ladestation strandet.

Sagt die Wahrheit

Schaut mal: Wenn einer flunkert, um den heißen Brei herumredet oder sogar lügt, dann führt das immer zu Nachfragen.

Heißt: Mehr Berichte, mehr Tweets (siehe oben), mehr Pressemeldungen, mehr Presseberichte und mehr schlaue Köpfe, die ihren Senf dazu abgeben.

Foto: Tipps zum Energiesparen für Politiker vom PR Berater.

Energiespartipp: Sprecht klipp und klar und sagt die Wahrheit.

Es spart Energie, ist gut für die Umwelt und ihr werdet euch gesundheitlich sowie gewissenstechnisch viel besser fühlen.

Vermeidet sinnlose Reisen

Muss man wirklich überall auf der Welt dabei und vor Ort sein?

Energiespartipp: Vermeidet sinnlose Reisen und bleibt einfach mal im eigenen Zuhause.

Es spart Energie, ist gut für die Umwelt und einige Leute mögen euch vielleicht wieder ein wenig mehr, weil ihr ihnen nicht überall mit euren immergleichen Floskeln auf die Nerven geht.

Geht nicht zu Lanz und Illner

Ein bisschen Distanz zu den Öffentlich-Rechtlichen mit all den Skandalen ist ja gut in diesen Zeiten.

Okay, okay, ihr habt euch alle immer gegenseitig supportet, so rein Rundfunkrat technisch, aber man muss ja nicht immer auf jedem Sofa sitzen und bundesweit Panik verbreiten.

Energiespartipp: Vergesst, Lanz, Will, Maischberger, Illner und Co.

Es spart Energie und das Budget der Rundfunkgebühren, ist gut für die Umwelt und ihr werdet euch wundern, wie toll es ist, wenn man nicht zu fruchtlosen Laberveranstaltungen gehen muss, bei denen am Ende eh nichts Konkretes rauskommt.

Macht einen Berater-Stopp

Es ist ja toll, dass ihr für viele Agenturen und freie Berater wahnsinnig viele Arbeitsplätze schafft.

Aber vieles davon ist komplett sinnlos – und kommt wie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme rüber, die Bürger sehr viel Steuergeld kostet.

Energiespartipp: Verzichtet doch einfach mal auf einige Berater, zum Beispiel die teuren mit Yale- oder Harvard-Abschluß. Von den hunderten Millionen könnt ihr locker die Gasumlage und Strompreiserhöhungen alleine wuppen.

Es spart Energie, ist gut für die Umwelt und ein Haufen an richtig sinnloser Kommunikation („Hey, ich brauch das noch schnell als Powerpoint fürs Meeting…“) fällt weg.

Denn allein eine interne E-Mail verursacht 20 Gramm Kohlenstoffdioxid. Das entspricht der Klimabilanz zweier Plastiktüten. Die Budgetverpulverung ist also nicht nachhaltig.

In diesem Sinne: Erstmal ab in den kalten Pool und die E-Mails checken…

Comedy / © Fotos: micheile dot com (1), Mufid Majnun (1), Unsplash

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