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Die Motorrad-Versicherung nach der Winterpause

Die Motorrad-Versicherung nach der Winterpause

Die ersten warmen Tage 2026 locken Motorradfahrer zurück auf die Straße. Doch nach monatelanger Winterpause ist die Routine nicht mehr da: Das Gefühl für die richtige Schräglage in Kurven fehlt, Bremsmanöver sitzen nicht mehr sicher und Geschwindigkeiten werden anders eingeschätzt.

Experten warnen daher besonders vor erhöhter Unfallgefahr zu Saisonbeginn im Frühjahr und Frühsommer. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts unterstreichen das grundsätzliche Risiko: 2024 starben 513 Menschen bei Motorradunfällen, 18 mehr als im Vorjahr.


Wer nach der Pause wieder aufsteigt, sollte nicht nur behutsam starten, sondern auch den eigenen Versicherungsschutz kennen und gegebenenfalls überprüfen.

1. Haftpflichtversicherung obligatorisch

Jede Bikerin und jeder Biker muss eine Kfz-Haftpflicht abschließen. Sie übernimmt Schäden, die anderen durch einen vom Fahrer verursachten Unfall entstehen, sei es Mitfahrern, anderen Verkehrsteilnehmern oder beschädigtem Eigentum wie Fahrzeugen und Gebäuden.

Neben Personenschäden sind übrigens auch verursachte Sachschäden abgedeckt.

2. Zusätzliche Teilkasko

Mit einer Teilkasko oder einer Fahrzeugvollversicherung kann man zusätzlich die Beschädigung des eigenen Motorrads abdecken. Einige Anbieter gewähren eine verbesserte Zweitwagenregelung.

Versicherungsnehmer erhalten dann für ihr Motorrad eine bessere Schadenfreiheitsklasse, wenn sie bei derselben Versicherung bereits ihr Auto versichert haben.

Die Motorrad-Versicherung nach der Winterpause

Die Motorrad-Versicherung nach der Winterpause

3. Fahrerschutz sichert ab

Die Haftpflicht greift nicht, wenn der Fahrer selbst einen Unfall verursacht und sich dabei verletzt. Hier kann eine Fahrerschutzversicherung sinnvoll sein. Sie deckt Personenschäden des Fahrers auch bei Eigenverschulden ab.

„Diese Option ist die finanzielle Absicherung für den Biker und seine Familie, falls er bei einem selbst verschuldeten Unfall ernsthaft verletzt wird, für eine gewisse Zeit nicht mehr arbeiten kann oder wenn bei einer dauerhaften Einschränkung durch den Unfall sogar teure Umbauten am Haus nötig sind“, erklärt Thiess Johannssen von den Itzehoer Versicherungen.

4. Vorsicht bei Saisonkennzeichen

Die Versicherungssumme sollte daher ausreichend hoch sein, üblich sind 15 Millionen Euro. Mehr Infos finden Interessierte unter itzehoer.de. Wer ein Saisonkennzeichen nutzt, muss die zeitliche Begrenzung strikt einhalten. Außerhalb des gültigen Zeitraums darf das Motorrad nicht im öffentlichen Raum stehen, auch nicht auf Straßen oder Parkplätzen.

Bei Verstößen drohen empfindliche Konsequenzen: „Die Versicherung zahlt zwar, holt sich das Geld aber vom Versicherungsnehmer zurück, zudem drohen Bußgelder und sogar Haftstrafen“, warnt Johannssen.

Sierks Media / © Fotos: Jeff Cooper (1), Leon Andov (1), Unsplash / Quelle: djd

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