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Magische Kunst von Diana Catherine Eger

Magische Kunst von Diana Catherine Eger

Der Artikel über Diana Catherine Eger stammt aus meinem Archiv und erschien in dieser oder abgewandelter Form in verschiedenen Print- und Onlinemagazinen. Hier noch einmal zum Nachlesen.

Dass sich immer neue Juwelen im Kunstbereich tummeln, zeigt unser aktuelles Beispiel: Diana Catherine Eger. Die ansprechenden Bilder lassen sich nicht kategorisieren und haben ein zentrales Motiv: Frauen und ihre starke Ausstrahlung.



Diana Catherine Eger wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren. Liest man Anekdoten aus ihren frühen Kindertagen, ließe sich fast annehmen, sie habe Pinsel und Farbe schon im Mutterleib zu schwingen gewusst. Denn schon früh begann sie alles, was ihr unter die Hände kam, farblich auszuschmücken und auszumalen: Keine Tischdecke, keine Wand und kein Briefpapier waren sicher vor ihren Stiften. Dass sie ihren Vater damit teilweise bis an den Rand der Verzweiflung trieb, darf zurecht vermutet werden.

Es ist dieser unbeschwerte Duktus, der ihren Arbeiten noch bis heute anhaftet. Die Bilder der diplomierten Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin als Naiv-Painting zu bezeichnen, würde weder Diana Catherine Eger noch ihren Werken gerecht werden. Vielleicht fassen ihre Worte, die diesen scheinbaren Widerspruch zu erklären versuchen, das in besonderer Weise zusammen: „Ich erkenne da keinen Widerspruch“, sagt sie, „für mich sind das Zwillinge, vielleicht sogar siamesische.“ So ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre Geburtsstadt gegen das schillernde Paris eingetauscht hat, wo sie sich mehr denn je kreativ verwirklichen kann.

Diana Catherine Eger

Diana Catherine Eger

Paris. Da fühlt man sich in besonderer Weise angesprochen. Unklar bleibt beim Ansehen ihrer Bilder zunächst, ob sie mit der Strahlkraft von Frauen spielt oder dem Betrachter den Spiegel seines eigenen Frauenbildes vorhalten möchte. Fakt ist aber ebenfalls, dass ihre Gemälde und digitale Arbeiten niemanden kalt lassen. Zu ausdrucksstark und dezidiert ist ihre Handschrift; zu eindeutig die Bildsprache und zu prägnant die Bildauren, die sich um ihre Bilder, wie ein unsichtbares Band legen und für einen Kunstgenuss sorgen.

Kunstbetrachtung ist stark vom gesellschaftlichen Kontext und nicht zuletzt von gewissen modischen Tendenzen abhängig. Doch auch fernab dieses Deutungsmusters weisen die Werke eine individuelle Phantasie aus. Beispielhaft mag hier ein besonderes Bild stehen: Auf ihm ist eine stark farbgetrennte Aufnahme einer bei Kerzenlicht Nudeln essenden Schönen zu sehen. Das Bildsujet kommt eigenständig herüber, nebst der grafischen Stilisierung, die dieses Motiv besonders charakteristisch wirken lässt.

Denn ähnlich wie bei einer Vielzahl anderer Arbeiten, in denen Frauen das tragende Motiv bei Diana Catherine Eger bilden, präsentiert sich die Frau auf dem Bild selbstbewusst und zeichnet die Konturen eines Frauenselbstverständnisses nach, das es gekonnt in die Bildwahrnehmung unserer Zeit schafft, um damit zeitgenössische Ikonen zu bilden.

Diana Catherine Eger schafft es mit einer ungeheuren Leichtigkeit zwischen ihren unterschiedlichen Bilderreihen „Crazy, Sexy, Cool“ oder „Girls, Girls, Girls“ stilistisch – dabei aber themenbezogen – eine besondere Wiedererkennbarkeit herzustellen, der man die Lust auf das Betreten neuer Pfade ansieht. Während sie für einen Teil ihrer Arbeiten die klassischen Arbeitsmittel wie Pinsel und Ölfarben bevorzugt, stellt sie sich bei anderen Werken als durchaus moderner Künstler dar, der mit den Mitteln digitaler Werkzeuge entsprechend progressive Kunst herzustellen vermag. Ihre Kunst wirkt zu keinem Zeitpunkt gefällig oder anbiedernd. Diana Catherine Eger bleibt stets sie selbst – eine Leistung, die man ihr hoch anrechnen muss.

Ihre Bilder treten unmittelbar in einen Dialog mit dem Zuschauer ein – direkt und schnörkellos. Während es für die Einen ein Einfaches sein wird, die Werke als hübsche und dekorative Ensembles aufzufassen, wird der Andere nicht umhin können, sich herausgefordert und provoziert zu sehen. Die Bilder tragen nicht nur eine starke feminine Handschrift – sie blicken dem Betrachter unumwunden in die Augen.

Diana Catherine Eger

Diana Catherine Eger

Und gewissermaßen in die Seele. Ob man das Bild „Loubotin Boxin Tournament“, das ein stilisiertes boxendes Frauenpaar mit bizarr-konsternierender erotischer Aura als ein solches Statement verstanden haben will oder ob man sich nicht vielmehr an der explosiven Ausdruckskraft des Bildes erfreut, ist nur individuell zu beantworten.

Ganz anders stellen sich die Bilder der Serie „Divas“ dar. Hier dominieren die scherenschnittartigen und kontrastreichen Farbkollagen, die die Bildsujets kraftvoll aus den monochromen Hintergründen nach vorne treten lassen. Ausgangsmaterial bei dieser Serie sind schemenartige Fotos bekannter Ikonen wie Madonna, Brigitte Bardot oder Coco Chanel. Das Themenspektrum ist vielfältig, wie die Reihe „Girls, Girls, Girls“ zeigt.

Hier drücken sich die Bilder mit einer intensiven Wucht aus, der man sich kaum zu entziehen vermag. Einzig: Stehen bei der Serie „Divas“ die zum Teil prominenten Frauengesichter wesentlich im Vordergrund, entziehen sie bei „Girls, Girls, Girls“ dem Betrachter ihren Blick und verweigern ihn nahezu. Verwegen verbirgt er sich auf einem Bild hinter einer provokanten Sonnenbrille. Die Bilder von Diana Catherine Eger haben allesamt etwas Geheimnisvolles, Faszinierendes hinter ihrem Aufbau.

Die Zukunft? Magic Art! Diana Catherine Egers Bilder werden nicht nur einen würdigen Galerie-, sondern ebenfalls einen vortrefflichen Ausstellungsplatz finden. Dabei wird ihr die gestalterische und bildnerische Könnerschaft hilfreich sein. Ihre aktuelle Werkserie verbirgt sich unter dem Oberbegriff „Magic“ und noch hat niemand einen Blick darauf werfen können. Magie? Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage, warum ihre Werke so wirken, wie sie wirken. Nicht alle Geheimnisse müssen gelüftet werden…

Fotos: Diana Catherine Eger / Web: dianaeger.com & facebook.com/DianaCatherineEger

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