Neue Nachrichten für alle, die sich bisher fragten, wann Elektroautos endlich wettbewerbsfähig sind und ohne Subventionsregen verkauft werden können: Die Antwort lautet: weiterhin nicht.
Denn ab dem nächsten Jahr gibt es in Deutschland wohl wieder Staatsgeld. Bis zu 6.000 Euro. Ohne diese Starthilfe bleiben die Stromer schlicht weiterhin in den Autohäusern stehen.
Alles eher wahrscheinlich, abgesegnet ist das noch nicht. Ob die E-Autos dann jemand kauft? Die aktuelle Regierung will jedenfalls wieder massiv Geld in den Markt pumpen. Sie haben es ja.
Die Idee
Haushalte mit einem Bruttojahreseinkommen bis 80.000 Euro bekommen künftig eine Basisprämie von 3.000 Euro, die je nach Familiensituation und Einkommen auf bis zu 5.000 Euro oder mehr steigen kann.
Wer weniger als 3.000 Euro netto im Monat verdient, kassiert noch einen Extra-Tausender. Das Kalkül dabei ist simpel.
Ohne diese Zuschüsse können E-Autos preislich nicht mit Verbrennern mithalten – Anschaffungskosten zu hoch, Reichweite noch ausbaufähig, Ladeinfrastruktur lückenhaft sowie der Restwert und das Image miserabel.
Die Modelle
Gefördert werden sowohl reine Stromer als auch Plug-in-Hybride, später auch Gebrauchte. Hauptsache EU-Produktion – VW aus Zwickau und Dresden oder Tesla aus Berlin sind im Rennen.
Chinesische Imports? Hängt davon ab, wo genau die Lithium-Batterie mit der Karosserie verheiratet wird. Solche Förderrichtlinien fehlen noch. Die alte Listenpreisgrenze fällt wohl weg, was die Auswahl etwas erweitert.
Finanziert wierden soll das Ganze mit rund 550 Millionen Euro aus dem Klimafonds für 2026. Das BAFA will rückwirkend nach Zulassung auszahlen.

E-Auto-Prämie 2026 – ohne Staatskohle geht nix
Das Problem
Dazu soll es die Steuerbefreiung bis 2035 verlängert geben und bei Dienstwagen bis zu 75 Prozent Abschreibung bis 100.000 Euro Fahrzeugpreis.
Die Industrie produziert Fahrzeuge, die am Markt ohne künstliche Beatmung nicht lebensfähig sind. Sie sind zu teuer in der Herstellung, zu unattraktiv und zu schwer gegen etablierte Verbrenner-Technik zu verkaufen.
Die angedachte Prämie ist deswegen keine Kaufanreiz-Spielerei mehr, sondern schlichtweg ein Überlebensprogramm für einen Markt, der sonst zusammenbricht.
Das Ende
Allerdings ist noch nichts final. Die EU muss wie immer noch abnicken, die Richtlinien kommen bis Jahresende und die Autobauer – vor allem deren Autohändler – werden langsam nervös.
Fakt bleibt: Ohne Staatsknete kauft die Stromdinger in Deutschland kaum einer, der viel Auto fährt. So ehrlich muss man sein.
Sierks Media / © Fotos: CHUTTERSNAP (1), Matthias Münning (1), Unsplash















