Deutschland erlebt 2026 eine neue Welle an Unternehmensinsolvenzen, die längst nicht mehr nur klassische Krisenbranchen trifft.
Besonders im Fokus stehen derzeit der Hotelbetreiber Revo Hospitality Group, der Kosmetikhersteller BCG Baden-Baden Cosmetics mit Marken wie Sans Soucis sowie der Traditionsschuhhändler Sutor.
Die Fälle zeigen, wie stark selbst bekannte Namen aus Reise, Kosmetik und Mode unter dem anhaltenden Kostendruck von hohen Energiekosten, einer schwächeren Nachfrage und strukturellen Marktproblemen leiden.
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Hotelunternehmen pleite
Im Reise- und Hotelbereich sorgt vor allem Revo für Aufmerksamkeit. Die Gruppe hat im Januar 2026 für rund 140 Gesellschaften die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.
Öffentlich wahrgenommen wird der Fall vor allem wegen der Größenordnung: Revo steht für zahlreiche Hotelobjekte und eine breite operative Struktur mit rund 125 Häusern und mehreren tausend Beschäftigten.
In der Praxis handelt es sich weniger um eine einzelne Hotelmarke als um einen Verbund aus vielen Gesellschaften und Standorten, die unter verschiedenen Namen am Markt auftreten. Revo arbeitet mit großen internationalen Hotelgruppen zusammen, darunter Accor, Wyndham, Hilton, Hyatt, Marriott, IHG, Holiday Inn und Radisson.
Kosmetikfirma pleite
Auch im Beauty-Segment gibt es prominente Namen, die in die Krise geraten sind. Die BCG Baden-Baden Cosmetics Group, zu der unter anderem Sans Soucis, Dr. Scheller und Bio Vegane gehören, musste Ende März 2026 Insolvenz anmelden.
Gerade Sans Soucis ist als Marke im deutschen Kosmetikmarkt seit Jahren bekannt, weshalb die Nachricht über Fachkreise hinaus eine starke Beachtung sowie fassungslose Reaktionen fand.
Für den Standort Deutschland ist der Fall auch deshalb relevant, weil er zeigt, wie empfindlich selbst etablierte Mittelstandsmarken auf wirtschaftliche, politische und strategische Konflikte reagieren.

Pleitewelle bei Reise, Kosmetik und Mode
Schuhhändler pleite
Im Mode- und Handelsbereich sorgt zudem Sutor für Schlagzeilen. Der bayerische Schuhhändler ist Anfang April 2026 insolvent geworden, betroffen sind laut Berichten 41 Filialen und rund 400 Mitarbeiter.
Zusammen mit der Pleite von Wormland, die bereits zuvor für Aufmerksamkeit sorgte, entsteht ein Bild, das über Einzelfälle hinausgeht.
Denn der stationäre Handel mit unsicheren Einkaufsstraßen sowie markenstarke Konsumsegmente stehen weiter unter enormem Druck.
Fazit
Die aktuelle Pleitewelle macht damit deutlich, dass sich wirtschaftliche Schwäche nicht nur in nüchternen Bilanzen zeigt.
Sondern dass das Ganze zunehmend auch in bekannten Marken, vertrauten Einkaufsadressen und prominenten Unternehmen des Alltags ankommt.
In Deutschland geht aktuell wegen der unsicheren Wirtschaft vieles sprichwörtlich ganz sicher den Bach runter…
Sierks Media / The Sierks / © Fotos: Jakub Żerdzicki (1), Arno Senoner (1), Unsplash
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