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Kein Fisch, FKK und Anfassen – die Ferienhausregeln

Kein Fisch, FKK und Anfassen - die Ferienhausregeln

Rauchverbot, keine Party und Hunde an die Leine – geschenkt, das kennt jeder.

Aber wer schon mal das Kleingedruckte in seiner Ferienwohnung wirklich gelesen hat, weiß: Manche Gastgeber haben sich Dinge einfallen lassen, auf die selbst hartgesottene Airbnb-Veteranen erstmal zweimal hinschauen müssen.


Eine frische Umfrage des Reiseportals Holidu unter Ferienhausvermietern in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien fördert eine ganze Liste an Kuriositäten zutage – und liefert gleich die Erklärung dazu mit, warum aus einer schrägen Idee plötzlich eine Hausregel wird.

Rauchen, Party, Fahrrad im Flur

Die Basics zuerst, quasi zum Warmwerden: 92 Prozent der deutschen Gastgeber verbieten das Rauchen in der Unterkunft, vier von fünf sagen Partys den Kampf an, und knapp 60 Prozent wollen keine Haustiere im Haus.

Bemerkenswert deutsch-speziell: Über die Hälfte der hiesigen Vermieter duldet keine Fahrräder in der Wohnung – in Spanien stört sich daran gerade mal jeder Sechste. Offenbar hat hier schon mal jemand versucht, sein Mountainbike durchs Wohnzimmer zu manövrieren, und der Teppich hat es nicht überlebt.

Barfuß verboten, Hausschuhe Pflicht

Doch dann wird es interessant. In einer italienischen Unterkunft ist Barfußlaufen verboten – stattdessen liegen Hausschuhe bereit, damit der empfindliche Holzboden keine Kratzer von Zehennägeln oder Stöckelschuhen abbekommt.

Wer schon mal Parkett hat abschleifen lassen, versteht sofort, warum. Auch Vierbeiner bekommen ihre eigenen Sonderregeln verpasst.

Sonderregeln für Vierbeiner

In einem französischen Ferienhaus sollen Gäste das Gartentor immer schön geschlossen halten, sonst nutzt der Familienhund die Gunst der Stunde und macht sich selbstständig.

Anderswo ist Feuerwerk tabu, damit Pferde und Hunde auf dem Grundstück nicht in Panik geraten. Und auf Betten oder Sofas dürfen die Tiere ohnehin meist nicht – die Bettwäsche ist schließlich kein Hundehandtuch.

Kein Fisch, Rauch und Duft

Geruchsintensive Küche? In Frankreich untersagt jeder vierzehnte Gastgeber das Braten von Fisch in der Unterkunft, und in Spanien geht ein Vermieter gleich aufs Ganze.

Verbrennen jeglicher Art ist verboten, von der Räucherstäbchen-Romantik bis zur Zigarette auf der Terrasse. Sicher ist sicher, sowohl für die Nase als auch für den Feuermelder.

Kein Fisch, FKK und Anfassen - die Ferienhausregeln

Kein Fisch, FKK und Anfassen – die Ferienhausregeln

Alkoholverbot im Spa

Wer sich seinen Urlaubswein am liebsten im Whirlpool gönnt, sollte vorher recherchieren.

In einem französischen Spa-Bereich ist Alkohol strikt verboten. Wellness und Weinseligkeit vertragen sich offenbar nicht überall.

Mindestalter und Router-Tabu

Kinder willkommen – aber bitte nicht zu jung. Manche Unterkünfte legen ein Mindestalter fest, meist wegen offener Treppen oder Einrichtung, die keinen Kleinkind-Ansturm verträgt.

Technikaffine Gäste trifft es hart in Spanien: Dort darf der Wlan-Router unter keinen Umständen angefasst werden, aus Angst, jemand verstellt aus Versehen die Einstellungen und die halbe Unterkunft hat drei Tage kein Internet.

Steckdosen und Toilettenpapier

Auch das E-Auto bleibt draußen vor der Steckdose: Mehrere Gastgeber untersagen das Laden von E-Autos oder Fahrradakkus an gewöhnlichen Haussteckdosen, aus Angst vor Überlastung und Kurzschluss.

Und wer auf Toilette geht, sollte sich an eine simple Regel halten: Nur Toilettenpapier darf runtergespült werden. Feuchttücher haben in spanischen und französischen Abwasserrohren schon so manche Hebeanlage lahmgelegt – mit dem Ergebnis, dass die ganze Unterkunft zeitweise unbewohnbar wurde.

Nudismus? Nein.

Am Pool wird’s dann sicherheitsbewusst: Eine französische Unterkunft erlaubt nur bruchsichere Behälter in Poolnähe, damit niemand nach dem dritten Aperol Spritz barfuß durch Glasscherben watet.

Und zum Schluss die Regel, die vermutlich am meisten Augenbrauen hochzieht: In einer französischen Unterkunft ist Nudismus ausdrücklich untersagt. Eine Begründung liefert der Gastgeber nicht – aber irgendeine Geschichte steckt sicher dahinter.

Fazit

Susanne Becher, die bei Holidu für das Deutschlandgeschäft zuständig ist, bringt es auf den Punkt: Ungewöhnliche Hausregeln sind die Ausnahme, und wenn es sie gibt, dann meist, weil vorher etwas kaputtgegangen ist oder sich eine unschöne Situation wiederholt hat.

Kurz gesagt: Hinter jeder schrägen Regel steckt fast immer ein Gast, der es vorher versaut hat…

Sierks Media / The Sierks / © Fotos: NewAfrica, de.depositphotos.com

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