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Mehr Nutzer*innen zahlen für digitalen Content

Mehr Nutzer*innen zahlen für digitalen Content

Gratis-Internet? Vergessen Sie es. Immer mehr Nutzer*innen sind weltweit bereit, Geld für digitale Inhalte auszugeben – insbesondere jüngere Menschen.

Dreiviertel der 16- bis 34-Jährigen gaben nun an, dass sie im vergangenen Monat für Inhalte im Internet bezahlt haben. Und selbst in der Altersgruppe über 55 Jahre bezahlen schon fast die Hälfte digitalen Content.



Im internationalen Paid Content-Vergleich führt China mit 81 Prozent, Deutschland liegt mit 58 Prozent unter dem globalen Durchschnitt. Das sind ausgewählte Ergebnisse des „Reports Digital 2020“.

„We Are Social“, eine weltweit agierende Social-Media-Kreativagentur, und „Hootsuite“, weltbekanntes Tool für Social-Media-Management, erheben in der Studie regelmäßig die wichtigsten Kennzahlen rund um Digitalisierung, Social Media und Internet.

Besonders häufig bezahlt, so belegt es die Auswertung, wird für das Streamen von Filmen, Videos und Musik. In Zeiten des Corona-Lockdowns hat Streaming deutlich zugenommen und dieser Trend bleibt auch nach den Lockerungen bestehen.

Zwei Drittel der Nutzer weltweit zahlen mittlerweile für digitale Inhalte

Zwei Drittel der Nutzer weltweit zahlen mittlerweile für digitale Inhalte

Denn mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie nach wie vor mehr Filme und Fernsehsendungen online anschauen, als sie es zu Beginn des Jahres 2020 taten.

Aber auch für Nachrichten sind die Menschen während der Coronakrise zunehmend bereit Geld auszugeben. In Norwegen sagen beispielsweise 42 Prozent der Befragten, dass sie für journalistische Inhalte im Netz bezahlen. In Deutschland liegt der Wert lediglich bei 10 Prozent.

„Video- und Audiostreaming tragen maßgeblich dazu bei, dass sich die Kostenlos-Kultur des frühen Internets dem Ende zuneigt. Mittlerweile sind immer mehr Menschen bereit, für attraktive Inhalte zu bezahlen. Je jünger die Zielgruppe, umso höher die Bereitschaft. Der deutsche Markt hinkt im internationalen Vergleich in den meisten Segmenten noch etwas hinterher“, sagt Roberto Collazos Garcia, Geschäftsführer von „We Are Social“ in Deutschland.

Vielleicht sei die Corona-Pandemie auch ein Beschleuniger für kostenpflichtige Digitalabos journalistischer Angebote, die angesichts weltweit sinkender Werbeausgaben immer stärker auf die finanzielle Unterstützung durch ihre Leser*innen angewiesen sind.

Die richtig gute Nachricht für Sie folgt jetzt definitiv am Ende dieses Beitrages: Mein kleiner Blog bleibt auch weiterhin kostenfrei… 😉

© Fotos: Kobu Agency (1), Domenico Loia (1), Unsplash

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