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Zucht von Hanfpflanzen – welche Hanfsamen sind die besten?

Zucht von Hanfpflanzen – welche Hanfsamen sind die besten?
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Ab dem 1. April ist im Zuge des Cannabis-Gesetzes die Aufzucht von bis zu drei Hanfpflanzen erlaubt.

Da der niedrigschwellige Zugang zu Cannabis-Produkten in Form von lizenzierten Fachgeschäften vorerst nicht möglich sein wird und für den Erwerb von Hanfprodukten die Mitgliedschaft in einem Cannabis-Club erforderlich ist, steigt das Interesse an der Zucht von Hanfpflanzen weiter an.



Viele Züchter sind noch unerfahren und fragen sich, welche Hanfpflanzen sie kaufen müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. In diesem Ratgeber verschaffen wir Klarheit.

Die drei Hanfpflanzen und ihre Wirkstoffe

Hanfsamen, die Züchter im Fachhandel erwerben können, setzen sich aus den Hanfpflanzen Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis zusammen. Manche Online-Händler wie Zamnesia arbeiten zu diesem Zweck mit renommierten Züchtern zusammen und offerieren beispielsweise Sorten von Dutch Passion – ein Hersteller, der in der niederländischen Hanfszene einen klangvollen Namen hat.

Die drei Pflanzenarten weisen unterschiedliche Merkmale auf und unterscheiden sich unter anderem bei den Anbaubedingungen, der Pflegebedürftigkeit und der Wirkung teilweise erheblich voneinander. Diese Einordnung ist nicht mehr unumstritten, aber diese Frage ist eher für Züchter relevant.

Hinzu kommt, dass es nicht nur die Cannabinoide der Hanfpflanzen sind, die ihre Wirkung bestimmen, sondern auch ihre Duftstoffe, die Terpene. Ihr beträchtlicher Einfluss auf den Wirkmechanismus wurde in Studien von Hazekamp 2016 (1) sowie Sachdev, Arnold, McGregor und Connor 2019 (2) nachgewiesen. Wir gehen nun genauer auf die einzelnen Hanfarten ein.

Cannabis Sativa

1753 entdeckte der schwedische Naturforscher Carl von Linné die Cannabis Sativa und begann sie zu klassifizieren. Die Cannabis Sativa ist eine Art, die mit Abstand den höchsten Wuchs hat. Sie kann eine Höhe von vier Metern erreichen und ist von einer ranken und schlanken Gestalt. Ihre Größe verdankt die Cannabis Sativa ihrem tropischen Lebensraum mit ausgedehnten, intensiven Sonnentagen.

Typische Herkunftsländer sind Thailand, Kolumbien, Mexiko und Jamaika. Die breiten Lücken zwischen den Blattknoten gewährleisten einen ständigen Luftaustausch. Dies erleichtert ihre Pflege und beugt dem Schimmelbefall vor.

Ihre Blütezeit liegt zwischen neun und zwölf Wochen und das Aroma ist erdig und krautig. Das Symbol der Kifferszene, das siebenfingrige, hellgrüne Hanfblatt, entstammt der Cannabis Sativa. Cannabinoide sind in hohen Erträgen vorhanden, wobei THC gegenüber CBD dominiert. Dies sowie ihre spezifischen Terpene begünstigen ein zerebrales High mit einprägsamen Rauschzuständen.

Foto: Zucht von Hanfpflanzen.

Cannabis Indica

Die Entdeckung der Cannabis Sativa erfolgte 1785 durch den französischen Entwicklungsbiologen Jean Baptiste de Lamarck. In Indien entdeckte er eine Hanfpflanze, deren Aussehen deutlich von der Cannabis Sativa abweicht. Er schlussfolgerte, dass es sich bei ihr um eine eigene Art der Cannabis-Familie handelte und taufte sie nach dem Fundort Cannabis Indica.

Anders als die Cannabis Sativa ist die Cannabis Indica von einer dichten, buschigen und gedrungenen Gestalt. Ihre dunkelgrüne Farbe weicht ebenfalls von der hellgrünen Farbgebung der Cannabis Sativa ab. Die Blätter sind dicker und haben fünf Finger.

Die Cannabis Indica erreicht lediglich eine Wuchshöhe von bestenfalls zwei Metern, wobei ihr Ertragsreichtum hervorzuheben ist, was wiederum an ihren mächtigen Blüten liegt. Cannabis Indica gedeiht in subtropischen Regionen in Ländern wie Indien, Pakistan, Afghanistan, Marokko und dem Libanon, wobei sie Höhenlagen bevorzugt, sodass sie tendenziell mit raueren und kühleren Temperaturen zurechtkommen muss.

Die Blütezeit der Pflanze beträgt sechs bis neun Wochen und ihr Aroma ist kräftig und holzig. Bei den Cannabinoiden sind THC und CBD gleichermaßen hochkonzentriert enthalten. Dies sowie ihre spezifischen Duftstoffe führen zu einer Wirkung, die eher körperlich wirkt und Nutzer entspannen lässt.

Cannabis Ruderalis

Erst 1926 kam die Dritte im Bunde, die Cannabis Ruderalis, hinzu. Ihre späte Entdeckung durch den russischen Botaniker Dimitri Janischewski ist vermutlich dem Umstand ihres unscheinbaren Erscheinungsbildes geschuldet. Die Cannabis Ruderalis ist nämlich nur zwischen 60 und 80 cm groß und bietet kaum Verästelungen, sodass ihr Ertrag überschaubar ist.

Dennoch hat sie bei Züchtern eine gewisse Bedeutung, weil ihre Fähigkeiten als Selbstblüher und ihre Anspruchslosigkeit bei der Aufzucht dem Endprodukt Vorteile verschaffen können. Die Dominanz von CBD macht ihren Einsatz weiterhin für Medizinalhanf interessant. Die Cannabis Ruderalis blüht schon nach drei bis vier Wochen und ihre Grundfarbe ist wie bei der Cannabis Sativa hellgrün.

Quellen:
1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27199751/
2. https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/can.2019.0016

➡️ Das Anbauen von Cannabispflanzen erfordert, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um sicherzustellen, dass Minderjährige keinen Zugang dazu haben. Weitere Informationen zu den gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums finden Sie in der Studie des Bundesgesundheitsministeriums.

Sierks Media / © Fotos: cendeced (1), Yarygin (1), de.depositphotos.com

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