Kennen Sie noch dieses Lebensgefühl? Kurz in den Porsche, ab zum Italiener an der Alster, Carpaccio und Pellegrino, Espresso doppio, charmantes „Ciao“ – und zurück in die heimische Tiefgarage. Hamburg, meine Perle. Tja, das war einmal.
Denn mit dem Hamburger Zukunftsentscheid verabschiedet sich die Hansestadt endgültig von der Vorstellung, jemals wieder das Zentrum ausgewählter sowie individueller Mobilität zu sein.
Hamburg wird Versuchslabor
Hamburg hat gewählt – und zwar Klimaziele, die sogar bis Peking vor lauter Lachen alle Ladevorgänge unterbrechen lassen. Bis 2040 soll die Stadt klimaneutral sein. Das ist so realistisch wie günstige Strompreise und eine Batteriefabrik in Heide.
Es bedeutet übersetzt: 30er-Zonen und kein Benzin mehr im Blut. Die einst stolze Autometropole mit ihren schicken Showrooms, sündhaft teuren Oldtimern und PS lastigen Events wird nun zum Versuchslabor für leise, emissionsfreie Fortbewegung mit 0,0 Dezibel an Leidenschaft. Vom Nutzen „fürs Klima“ ganz zu schweigen.
Schon heute erreichen mich WhatsApps wie: „Weißt du, ob man überhaupt noch auf der A7 an Hamburg vorbeifahren darf? Oder nur noch mit dem Lastenrad?“
Testfall klimaneutraler Luftfahrt
Eine ebenso lustige wie berechtigte Frage, schließlich könnte das künftig nur noch mit gültigem Klima-Emissionspass und CO₂-Freigabe geschehen. Klimakleber von gestern können morgen bestimmen, wer in der Hansestadt noch wie mobil sein darf.
Während die Luxusmarken ihre V8- und V12-Schätzchen wohl bald nur noch unter hermetisch abgeriegelten Glasglocken ausstellen dürfen, kämpft der Hamburg Airport ab sofort mit ganz eigenen Turbulenzen:
Der wird nämlich zum „Testfall klimaneutraler Luftfahrt“. Was so ungefähr klingt, als wolle man ein Steak mit pustender Windenergie braten.

Hamburg, mein Klima-Perlchen
Nicht existierende Innovationen
Die Technologie ist schlichtweg noch nicht auf dem Markt, aber hey: Hamburg war ja schon immer experimentierfreudig, wie man gestern gesehen hat. Wenn es nicht passt, landen die Flugzeuge eben woanders.
Und die Kreuzfahrtbranche? Die steht vor einer „Transformation“, wie es so schön heißt. Sprich: Innovationen müssen her, die aktuell noch nicht einmal plausibel als PowerPoint-Präsentation existieren. Okay, sonst legen die Schiffe eben einfach woanders an.
Den legendären Hamburger Hafen lasse ich lieber ganz weg. Der Betrieb könnte komplett zusammenbrechen unter der Last der kommenden Vorgaben. Die gehen aber nicht pleite, die machen dann nur eine Pause.
Fazit
Hamburg verwandelt sich gerade vom Dorado für Automobilliebhaber, Fluggäste und Kreuzfahrten in eine klimaneutrale Versuchsanordnung mit vorprogrammiertem Verkehrsentzug.
Und wer künftig noch den Motor eines Oldtimers startet, könnte schon bald als sozial ungerecht und Umweltverbrecher gelten. Hamburg, mein Klima-Perlchen. Das wird ganz groß. Also nicht wirklich…
Sierks Media / © Fotos: Marc Schwabe
















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