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Goldgräber-Stimmung mit Delle – Barren jetzt bloß nicht verkaufen

Goldgräber-Stimmung mit Delle - Barren jetzt bloß nicht verkaufen

Aus dem Keller, aber bitte nicht aus der Hand: Der Goldpreis macht einen kleinen Knicks – aber wer jetzt nervös wird, sollte vielleicht lieber ein beruhigendes Bad in der eigenen Schatztruhe nehmen.

Der Dienstag bringt für Edelmetallfreunde zunächst schlechte Laune: Der Goldpreis ist gefallen. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern um satte 1,32 % innerhalb von 24 Stunden.


Die Feinunze notiert aktuell bei rund 3.324,06 US-Dollar. Schockschwerenot! Was nun? Doch bevor Sie panisch mit dem Goldbarren unter dem Arm zur nächsten Bank stürmen: Bitte tief durchatmen.

Jahressicht mit glänzendem Plus.

Auf Jahressicht steht nämlich immer noch ein glänzendes Plus von über 26 % zu Buche. Wer sich also im letzten Jahr ein wenig Luxusmetall ins Portfolio gelegt hat, sitzt trotz Mini-Korrektur auf einem goldenen Polster.

Und das schimmert bekanntlich besonders schön im Halbdunkel eines gut sortierten Kellers – oder unter dem Kopfkissen, falls Sie eher der romantische Typ sind.

Warum fällt der Preis überhaupt?

Ganz einfach: Der Nahe Osten beruhigt sich ein wenig, die Welt atmet auf – und Gold als „sicherer Hafen“ wird etwas weniger nachgefragt. Frieden ist gut für die Menschheit, aber mäßig spannend für die Goldpreiskurve.

Dazu kommt: In China und Indien, sonst die fleißigsten Goldhamster der Welt, hält man sich aktuell zurück. Möglicherweise herrscht dort gerade Hochzeitspause.

Goldgräber-Stimmung mit Delle - Barren jetzt bloß nicht verkaufen

Goldgräber-Stimmung mit Delle – Barren jetzt bloß nicht verkaufen

Und dann ist da noch der US-Dollar.

Der präsentiert sich aktuell von seiner stärkeren Seite. Und wie das in der Finanzwelt so ist: Wenn der Dollar Muskeln zeigt, macht Gold eher auf Diät.

Außerdem mischen auch die Zentralbanken wieder mit. Und wenn die plötzlich ihre Tresore öffnen oder schließen, zuckt der Markt entsprechend sensibel.

Verkaufen? Bitte nicht!

Denn Gold bleibt Gold. Es glänzt, es schützt, es beruhigt, nicht nur das Depot, sondern manchmal auch die Nerven.

Wer schon einmal auf der Matratze voller Barren geschlafen hat, weiß: Das ist Rückenschule und Krisenvorsorge in einem.

Rat an Sie:

Tief durchatmen, Keller abschließen und das Gold streicheln. Kurzfristige Schwankungen gehören dazu – langfristig aber zeigt sich das Edelmetall äußerst robust.

Und wer strategisch denkt, lässt sich davon garantiert nicht beirren. Oder, wie es ein weiser Goldsucher einmal sagte: Don’t panic – just polish…

Sierks Media / © Fotos: Jingming Pan, Unsplash 

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