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So bereiten Sie sich auf einen Blackout vor

So bereiten Sie sich auf einen Blackout vor
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Nach dem Terror im Südwesten der Hauptstadt am letzten Wochenende sind derzeit zehntausende Haushalte in Berlin ohne Strom.

Der Ausfall deswegen könnte bis Donnerstag andauern und trifft besonders den Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf längere Stromausfälle ist.


Wenn Sie sich im eigenen Zuhause mit den wichtigsten und essentiellsten Sachen auf Vorrat eindecken, dann sind Sie schon lange kein Verschwörungstheoretiker oder Prepper mehr – sondern im Jahre 2026 in Deutschland einfach bei gesundem Menschenverstand.

Was Experten zur Notfallvorsorge empfehlen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät allen Haushalten, einen Vorrat für mindestens zehn Tage anzulegen.

Dabei sollten ausschließlich Lebensmittel gewählt werden, die ohne Kühlung haltbar sind und sich ohne Strom zubereiten lassen.

An erster Stelle steht die Wasserversorgung: Pro Person sollten täglich zwei Liter Trinkwasser eingeplant werden, was für zehn Tage einen Vorrat von 20 Litern bedeutet. Flaschen und Kanister eignen sich zur Lagerung am besten.

Bei den Lebensmitteln empfiehlt sich eine Kalorienzufuhr von etwa 2.200 Kalorien pro Person und Tag. Konserven, Nudeln, Nüsse, Kekse und Energieriegel sind ideal.

Das Prinzip des lebenden Vorrats funktioniert dabei besonders gut: Regelmäßig verbrauchen und wieder auffüllen verhindert, dass Produkte ablaufen. Wer Haustiere hat, sollte auch für diese ausreichend Futter und Einstreu bevorraten.

Diese Ausrüstung gehört in jeden Haushalt

Licht ist während eines Stromausfalls unverzichtbar. Viele Kerzen, Feuerzeuge oder Streichhölzer, LED-Taschenlampen und Stirnlampen sind praktisch, dazu ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio samt Ersatzbatterien für wichtige Durchsagen der Behörden.

Zum Kochen und Heizen eignen sich Campingkocher mit Gaskartuschen, außerdem Wärmflaschen und Wolldecken für kalte Tage.

Solar-Powerbanks halten Mobilgeräte am Laufen, ein Erste-Hilfe-Set sollte griffbereit sein. Hygieneartikel wie Seife, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel dürfen nicht fehlen. Bargeld und Müllbeutel runden die Grundausstattung ab.

So bereiten Sie sich auf einen Blackout vor

So bereiten Sie sich auf einen Blackout vor

Verhaltenstipps während eines längeren Ausfalls

Die Warn-App Nina soll über aktuelle Gefahrenlagen informieren und kann auf dem Smartphone installiert sein. Wenn der Strom ausfällt, helfen geschlossene Türen dabei, die Raumwärme zu halten.

Zum Kochen sollte man je nach Räumlichkeiten nach draußen gehen, um Gefahren durch offene Flammen in geschlossenen Räumen zu vermeiden.

Der Austausch mit Nachbarn kann in solchen Situationen entscheidend sein. Bei längeren Ausfällen ist es sinnvoll, Wasserbehälter zu füllen, solange die Leitungen noch versorgt werden – denn ohne Strom funktionieren auch die Pumpen nicht mehr.

Wo Sie Notfallausrüstung bekommen

Outdoor-Geschäfte wie ASMC, Steinadler oder Surao bieten spezielle Blackout-Pakete mit Lampen, Kochern und haltbaren Lebensmitteln an. Auch Anbieter wie Amazon haben alle Produkte im Sortiment.

Grundnahrungsmittel gibt es natürlich in jedem Supermarkt. Für Ihr Auto kann es nicht schaden, wenn Sie einen großen Kanister voller Benzin oder Diesel bereitstehen haben, falls keine Tankstelle in der Nähe ist und Sie Ihr Zuhause verlassen müssen.

Die aktuelle Stromkatastrophe in Berlin zeigt, dass solche Situationen in Deutschland jederzeit eintreten können. Wer rechtzeitig vorsorgt, ist im Ernstfall deutlich besser aufgestellt und kann mehrere Tage ohne größere Probleme überbrücken.

Sierks Media / © Fotos: Dmytro Vynohradov (1), Ricardo IV Tamayo (1), Unsplash 

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